Phänomenologische Probleme des Sehens

Jesús Padilla Gálvez

Abstract


Es ist Edmund Husserl zu verdanken, dass er in Zusammenhang mit der Grammatik auf das Problem der selbstständigen und unselbstständigen Bedeutung hingewiesen hat. Innerhalb des Kapitels ‘Der Unterschied der selbstständigen und unselbstständigen Bedeutungen und die Idee der reinen Grammatik’ seines Werkes ‘Logische Untersuchungen’ macht er auf einen Unterschied bei der Untersuchung der Meinongschen Objekte aufmerksam, indem er, wie im Beispiel des runden Vierecks, zwischen Unsinn und Widersinn unterscheidet. Er besteht also darauf, das Unsinnige oder Sinnlose vom Widersinnigen und Absurden zu trennen. Der Meinongschen Verknüpfung “rundes Viereck” spricht er zwar die Existenz eines entsprechenden Objekts ab, gesteht ihm aber eine ideale Bedeutung zu. Um solche Verknüpfungen genauer zu untersuchen muss man vorher einige die Grammatik betreffende Fragen beantworten. Ihre Lösung besteht darin, dass die Vereinheitlichung der Bedeutungen von “rund” und “Viereck” keinem Gegenstand entspricht. Die Begriffe “rund” und von “Viereck” sind sowohl im Bereich der Vorstellung als auch in dem der Gegenstände miteinander unverträglich. E. Husserl bleibt dem Bereich der Gegenständlichkeit verhaftet, wenn er zwar die Bedeutung von “rundes Viereck” als existierend anerkennt, aber ihr gleichzeitig keinen existierenden Gegenstand zuordnen kann.

Keywords


20th century philosophy; Husserl Edmund; Wittgenstein Ludwig; epistemology; grammar; language; meaning; ontology; philosophy; rule; seeing

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