Das Problem der Anwendung bei Gadamer und Wittgenstein

Florian Franken

Abstract



In der Anwendung hermeneutischen Verstehens wird die Frage des Verhältnisses von
Allgemeinem zum Besonderen virulent, die schon von Aristoteles in Hinsicht auf
die Konkretisierung ethischen Verhaltens in Anschlag gebracht wurde. Die These
ist, dass dieses Verhältnis auch im Verständnis des späten Wittgenstein in
Hinblick auf die Anwendung von Sprache thematisch wird. Konstituiert sich
sprachliches Verstehen durch das Applizieren eines all-gemeinen Regelwissens?
Haben wir es in diesem Zusammenhang mit einem vorgängigen Wissen zu tun und wie
lässt sich die Konkretisierung dieses Wissens verstehen? In diesen Fragen zeigen
sich Konvergenzen zum hermeneutischen Verständnisses Gadamers, die entlang der
Aspekte Form, Zweck und Gemeinschaftlichkeit des Wissens skizziert werden.

Keywords


philosophy; 20th century philosophy; Wittgenstein Ludwig; hermeneutics; techne; application; rule-following

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