Warum sind die Gegenstände des Tractatus einfach?

Susanne Huber

Abstract



Der Beitrag untersucht das Argument, mit dem Wittgenstein im Tractatus begründet, warum Gegenstände einfach sind. In der
Wittgensteinliteratur wird die entsprechende Passage oft so gedeutet, dass
Einfachheit soviel wie Unzerstörbarkeit heisst. Nur wenn Gegenstände nicht
zerstörbar sind, ist gewährleistet, dass es da etwas gibt, worauf die Namen
referieren, unabhängig davon, was der Fall ist. Diese Interpretation wird im
ersten Teil des Beitrags kritisiert. Es wird gezeigt, dass sie im Widerspruch
mit anderen Stellen des Tractatus steht und daher zu
verwerfen ist. Im zweiten Teil wird eine eigene Interpretation vorgeschlagen:
Nur wenn Gegenstände einfach sind, gibt es überhaupt Namen und damit einen
Unterschied zwischen Benennen und Beschreiben. Damit ist die These, Gegenstände
seien einfach, grundlegend für die Bildtheorie des Satzes.

Keywords


philosophy; 20th century philosophy; Wittgenstein Ludwig; definiteness of sense; logical atomism; logical form; name; object; picture theory; simple; concept

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