Über „Aspektsehen“ und dessen enge Verwandtschaft mit dem „Erleben der Bedeutung eines Wortes“

Marc Müller

Abstract



In den PU II xi – dem mit Abstand längsten Abschnitt des zweiten Teils seiner Philosophischen Untersuchungen – behandelt Wittgenstein
ausführlich den Begriff des >Aspektsehens<. Einen Höhepunkt der Überlegung
bildet die Feststellung einer „engen Verwandtschaft“ dieses Begriffes „mit dem
>Erleben der Bedeutung eines Wortes<“. Obwohl Wittgenstein die Wichtigkeit
dieser Nähe ausdrücklich betont, expliziert er sowohl die begrifflichen
Zusammenhänge als auch deren philosophische Relevanz nur unbefriedigend. Hinzu
kommt ein inhaltlicher Bruch zum letzen Drittel des Abschnittes, wo er sich mit
dem Spiel des >Gedankenerratens< beschäftigt.

Auf der Grundlage einer Interpretation des Abschnittes begegnet der Vortrag
diesen Eigentümlichkeiten schließlich, indem er die oben genannte Verwandtschaft
in Beziehung setzt zu einer Konsequenz der Gebrauchstheorie der Bedeutung.

Keywords


philosophy; 20th century philosophy; Wittgenstein Ludwig; aspect blindness; aspect sort; meaning sort; grammar; aspect seeing; knowledge of human nature

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