„Patamou“ oder „El poder de la palabra“?

Annelore Mayer

Abstract



Ein Mensch wird immer in seiner Form von „Kultürlichkeit“ – wie Franz Martin Wimmer
dies bezeichnet - angetroffen. Diese Erfahrung ist eine Konstante im
Fremdsprachenunterricht. Deswegen ist ein solcher immer als interkulturelles Handeln
zu begreifen, durch welches sich die beteiligten Subjekte der Lernenden und Lehrenden
in ihrer einzigartigen Subjekthaftigkeit in den Unterrichtsprozess einbringen. Die
jeweilige Art der Kultürlichkeit, die sich auch in den Besonderheiten der Lerner –
und der Zielsprachen akustisch und inhaltlich mitteilt - erhält stärkste Relevanz bei
der Transferierung von Begriffen individueller Kultürlichkeit aus einer Sprache in
die andere. Das Unterfangen, das Wort der venezolanischen Yanomamï „Patamou“, das
eine durch die Geister über den Schamanen an eine bestimmte Person verliehene
sprachliche Vollmacht bezeichnet – als „el poder de la palabra“ ins Spanische und
sodann im Unterrichtsgespräch ins Deutsche zu übersetzen ist nichts weniger als ein
konsequenzenreiches Entsteigen aus einem „Fluß des Lebens“ und ein zweimaliges
Hineinsteigen in einen anderen solchen.

Keywords


philosophy; 20th century philosophy; Wittgenstein Ludwig; foreign language learning; translation; idea; Spanish; Yanomami tribe; Venezuela

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