Ist die Logik transzendental gültig? Wittgensteins Tractatus und der sprachliche Behaviorismus

Arkadiusz Chrudzimski

Abstract



In unserem Referat wollen wir einige Thesen aus Wittgensteins Tractatus verteidigen,
die heute eher unpopulär sind. Wir werden argumentieren, dass die Weise, in der
Wittgenstein in seinem Tractatus die Natur der Logik sieht, im Wesentlichen korrekt
ist. Die Thesen, die wir verteidigen wollen, sind die folgenden: 1. Die logischen
Gesetze bilden einen wesentlichen Teil des Mechanismus, mittels dessen sich die
Sprache auf die Welt bezieht. 2. In Zusammenhang damit sind die logischen Gesetze in
einem gewissen Sinne nicht "über die Welt". Sie berichten nicht über die Tatsachen,
sondern spiegeln die Form wider, in der die Tatsachen abgebildet werden - "die Form
der Abbildung". 3. Die Logik ist konsequenterweise in einem philosophisch wichtigen
Sinne inhaltlich leer. Sie schliesst keine möglichen Tatsachen (keine Situationen)
aus. 4. Indem jedoch die Logik mit keinen Tatsachen in Widerspruch stehen kann, ist
sie in einem anderen Sinne doch "über die Welt", und zwar in dem Sinne, dass sie auf
jede erdenkliche Welt "passt". Jede Welt muss mit der "logischen Form"
übereinstimmen. Die Logik setzt "die Grenzen der Welt".

Keywords


philosophy; 20th century philosophy; Wittgenstein Ludwig; logic; transcendentalism; syntax; behaviourism; ontology

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